Arthrose beim Hund – Ursachen, Symptome und Behandlungsmöglichkeiten
- Jacky Jack
- 18. Okt. 2024
- 2 Min. Lesezeit

Arthrose ist eine der häufigsten Erkrankungen des Bewegungsapparates bei Hunden und kann sowohl jüngere als auch ältere Tiere betreffen. Diese degenerative Gelenkerkrankung führt zu Schmerzen, Bewegungseinschränkungen und einer verminderten Lebensqualität. In diesem Beitrag möchten wir die Ursachen, Symptome und verschiedene Behandlungsmöglichkeiten von Arthrose bei Hunden beleuchten.
Was ist Arthrose?
Arthrose, auch als degenerative Gelenkerkrankung bekannt, ist ein fortschreitender Verschleiß des Gelenkknorpels. Der Knorpel dient als Puffer zwischen den Gelenkflächen und ermöglicht eine reibungslose Bewegung. Bei Arthrose wird dieser Knorpel abgebaut, was zu Entzündungen, Schmerzen und einer eingeschränkten Beweglichkeit führt.
Ursachen von Arthrose bei Hunden
Die Ursachen für Arthrose können vielfältig sein:
Alter: Mit zunehmendem Alter nimmt die Elastizität des Knorpels ab, was das Risiko für Arthrose erhöht.
Genetik: Bestimmte Rassen sind anfälliger für Gelenkerkrankungen (z.B. Labrador Retriever, Deutsche Schäferhunde).
Übergewicht: Übergewicht belastet die Gelenke zusätzlich und kann den Verschleiß beschleunigen.
Verletzungen: Frühere Verletzungen oder Operationen an Gelenken können das Risiko für die Entwicklung von Arthrose erhöhen.
Fehlstellungen: Angeborene Fehlstellungen oder Dysplasien (z.B. Hüftdysplasie) können ebenfalls zur Entstehung von Arthrose führen.
Symptome der Arthrose
Die Symptome einer Arthrose können variieren, sind jedoch oft schleichend und werden manchmal erst spät bemerkt:
Bewegungseinschränkungen: Ihr Hund könnte Schwierigkeiten haben, aufzustehen oder Treppen zu steigen.
Schmerzen: Anzeichen von Schmerzen können sich in veränderten Bewegungsmustern äußern, z.B. durch Humpeln oder Vermeidung bestimmter Bewegungen.
Steifheit: Besonders nach Ruhephasen kann Ihr Hund steif wirken.
Weniger Aktivität: Ihr Hund zeigt möglicherweise weniger Interesse an Spielen oder Spaziergängen.
Verhaltensänderungen: Aggressivität oder Rückzug können ebenfalls Anzeichen von Schmerzen sein.
Diagnose von Arthrose
Die Diagnose erfolgt in der Regel durch einen Tierarzt, der eine gründliche Untersuchung durchführt und gegebenenfalls bildgebende Verfahren wie Röntgenaufnahmen anordnet. Diese helfen dabei, den Zustand der Gelenke zu beurteilen und andere mögliche Erkrankungen auszuschließen.
Behandlungsmöglichkeiten
Die Behandlung von Arthrose sollte individuell auf den Hund abgestimmt werden und kann folgende Ansätze umfassen:
Medikamentöse Therapie:
Schmerzmittel (Analgetika) zur Linderung von Schmerzen.
Entzündungshemmende Medikamente (NSAIDs), um Entzündungen zu reduzieren.
Ernährungsanpassung:
Gewichtsreduktion: Eine angepasste Ernährung kann helfen, Übergewicht abzubauen und die Gelenke zu entlasten.
Ergänzung mit speziellen Futterzusätzen wie Omega-3-Fettsäuren oder Glucosamin-Chondroitin zur Unterstützung der Gelenkgesundheit.
Physiotherapie:
Gezielte Übungen zur Stärkung der Muskulatur rund um das betroffene Gelenk.
Manuelle Therapien wie Massagen oder Mobilisationstechniken.
Alternative Heilmethoden:
Akupunktur zur Schmerzlinderung und Verbesserung der Beweglichkeit.
Kinesiotaping zur Unterstützung der Muskulatur und Stabilisierung des Gelenks.
Chirurgische Optionen:
In schweren Fällen kann eine Operation notwendig sein, um das betroffene Gelenk zu stabilisieren oder beschädigte Teile zu entfernen.
Regelmäßige Bewegung:
Sanfte Bewegung ist wichtig! Kurze Spaziergänge und gezielte Übungen fördern die Durchblutung und erhalten die Muskulatur.
Fazit
Arthrose ist eine ernsthafte Erkrankung, die das Leben Ihres Hundes erheblich beeinträchtigen kann. Eine frühzeitige Diagnose sowie eine individuelle Behandlungsstrategie sind entscheidend für das Wohlbefinden Ihres vierbeinigen Freundes. Mit einer Kombination aus medikamentöser Therapie, physiotherapeutischen Maßnahmen und alternativen Heilmethoden können viele Hunde ein aktives und schmerzfreies Leben führen.
Wenn Sie Fragen haben oder mehr über spezifische Behandlungsmöglichkeiten erfahren möchten, zögern Sie nicht, uns zu kontaktieren!
Ihre Tierheilpraktikerin 🐾❤️



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